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Erinnerungen

Der große Berg

Im Sommer 1939 wurde mein Vater nach Güstrow/Mecklenburg versetzt und unsere Familie ist dorthin umgezogen. Zu Beginn des II. Weltkrieges und während der ganzen Dauer desselben wurde auf einem ausgedehntem Gelände im Süden der Stadt an der Goldberger Straße eine zukünftige Napola, also eine nationalpolitische Erziehungs- anstalt gebaut. Das ganze Baugelände war nicht abgesperrt.
Anfangs des Krieges war bereits ein großer Teil des Geländes, besonders entlang der Goldberger Straße im Rohbau fertig, dann wurden jedoch in den Rohbauten französische Kriegsgefangene untergebracht und durch diese die notwendi- gen Bauarbeiten einschließlich der Erdarbeiten weitergeführt.
Der Mutterboden des Baugeländes wurde auf einem westlich des Kinderkrankenhauses und neben dem Baugelände gelegenen Grundstück, ebenfalls an der Goldberger Straße mit bis zu 7...8m Höhe abgelagert. Auf dem hinter dieser größten Ablagerung und zum Sumpfsee abfallenden Gelände wurden viele weitere Hügel Mutterboden aufgeschüttet. Das so ent- standene Hügelgelände war nur ein paar Schritte von unserer Wohnung entfernt und für uns Kinder das bevorzugte Spielgelände. Und der zur Straße hin gelegene größte Hügel war unser "Großer Berg". Nach Baufortschritt bzw. Abschluss einzelner Bauabschnitte wurde der Mutterboden auf seiten der Goldberger Straße wieder abgegraben. Dadurch entstand eine
mehrere Meter hohe Grabkante, in der wir Kinder tiefe Höhlen gruben. Der Mutterboden war durch jahrelange Lagerung sehr gefestigt, der trotzdem latenten Lebensgefahr bei einem mög- lichen Einsturz haben wir nicht geachtet.

3.4.07 06:23





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